Voraussetzungen & Aufbau
01Muss ich spezielle Vorkenntnisse mitbringen? Bin ich als Hobbykoch überfordert oder als Profikoch unterfordert?
Die Ausbildung ist so gestaltet, dass sowohl Anfänger als auch gelernte Köche teilnehmen können. Wir beginnen in allen Bereichen mit den Grundlagen, um schnell einen gemeinsamen Wissensstand zu schaffen, und steigen anschließend tiefer in die Materie des jeweiligen Fachbereichs ein. Besondere Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Ein tiefes Interesse wird selbstverständlich erwartet, und Hobbykoch-Erfahrung erleichtert den Einstieg.
Alle Teilnehmer können ihre Fähigkeiten in der pflanzlichen Küche unabhängig vom Ausgangsniveau enorm verbessern. Wer wenig Kochpraxis hat, muss sich zwischen den Modulen verstärkt einarbeiten, um alle Inhalte qualitativ in die Praxis umzusetzen.
02Wie ist die Ausbildung zum „Plant Based Chef & Nutritionist“ aufgebaut?
Die Ausbildung ist eine integrale, praxisorientierte Fortbildung, die die Absolventen zu Fachkräften in pflanzlicher Küche und Ernährung macht. Die Grundausbildung umfasst 4 Wochen und kann berufsbegleitend von überall aus besucht werden, da alles kompakt unterrichtet wird – gut machbar mit dem normalen Jahresurlaub.
Zwischen Ausbildung und Prüfung werden die Inhalte vertieft und geübt. Die Prüfung findet an 2 Tagen an einem Wochenende einige Wochen nach der praktischen Ausbildung statt. Bei bestandener Prüfung wird ein institutsinternes Zertifikat mit dem Titel „Plant Based Chef & Nutritionist“ verliehen. Alle Module im Detail
03Kann man die Module (Kochen, Backen, Raw Food, Ernährung) auch einzeln buchen?
Nein. Nach Ansicht des Instituts bilden die Grundpfeiler Ernährungslehre, Kochlehre, Backen und Desserts sowie Rohkostzubereitung die Basis für jede Fachkraft im Bereich gesunder Ernährung. Jeder Koch braucht ein Grundverständnis für andere kulinarische Disziplinen und für Ernährungslehre, und jeder angehende Ernährungsberater muss neben der Theorie auch die praktische Zubereitung gesunder Speisen beherrschen, um alltagstaugliche Empfehlungen geben zu können.
04Wie ist das Verhältnis von Nouvelle Cuisine zu einfacheren Gerichten?
Gelehrt wird eine große Bandbreite: von einfachen, schnellen Speisen bis zum Fine Dining. Der Fokus liegt zunächst auf Handwerkszeug und Grundtechniken. Am Ende jedes Moduls werden auch Nouvelle Cuisine und das kunstvolle Anrichten beleuchtet. So erhalten die Teilnehmenden Einblick in das gesamte Spektrum pflanzlicher Küche und können ihre persönliche Nische finden.
05Wird beim Umgang mit Zutaten Wert auf Nachhaltigkeit gelegt?
Lokale und saisonale Zutaten spielen eine große Rolle. Wir verwenden nach Möglichkeit Obst und Gemüse der Saison. Da wir viele Rezepte zubereiten und das gesamte kulinarische Spektrum abdecken, lässt sich die Arbeit mit importierten Lebensmitteln nicht immer vermeiden, etwa bei bestimmten Länderküchen. Auch im Rohkost-Modul sind Zutaten wie Cashews, Avocado oder Rohkakao wichtig.
06Werden auch glutenhaltige Lebensmittel verarbeitet?
Ja. Im Rahmen der Möglichkeiten werden Alternativen geboten oder zumindest besprochen.
07Wie sieht der Zeitplan während der Module aus?
Die Präsenztage laufen in der Regel von 10 bis 18 Uhr. Module 1 bis 4 finden in Grünwald bei München statt, Modul 5 in Regensburg. Den genauen Zeitplan erhalten Sie mit dem Ausbildungsvertrag.
08Könnte ich vorab Einblick in die Ausbildungsunterlagen bekommen?
Wir haben viel Zeit und Energie in die Unterlagen gesteckt, um höchste Qualität zu liefern. Es ist nicht geplant, sie vor dem Kurs zugänglich zu machen. Die Inhalte sind auf der Webseite detailliert beschrieben, Anhaltspunkte bieten auch die Bücher der Kursleiter. Der Fokus liegt klar auf der Präsenzteilnahme und praktischen Wissensvermittlung; die Unterlagen sind ein ausführliches Begleit- und Nachschlagewerk.
Uns liegt vor allem daran, intuitives Kochen und kreative Küchentechniken zu vermitteln. Ein Auszug aus den Unterlagen würde diese Idee nicht gerecht widerspiegeln. Wir bitten um Verständnis.
Zertifizierung & Prüfung
09Ist die Ausbildung staatlich anerkannt oder anderweitig zertifiziert?
Allgemein: Mit der Verbreitung pflanzlicher Ernährung steigt der Bedarf an veganen Köchen und Fachkräften. Restaurants suchen händeringend Personal, das pflanzliche Speisen professionell zubereiten kann. Eine anerkannte Ausbildung zum veganen Koch gibt es in Deutschland noch nicht; wer die Prüfung zum Koch bestehen möchte, muss hauptsächlich tierische Produkte zubereiten. Diese Lücke schließt das Plant Based Institute mit seiner kompakten Ausbildung.
Sie ist nicht gleichzusetzen mit einer klassischen Kochlehre. Es handelt sich um eine private, kostenpflichtige Kompaktausbildung, die in kürzester Zeit enormes Wissen effizient vermittelt. Die notwendige Praxis entsteht im Eigenstudium durch ständige Wiederholung und ggf. in Praktika in Restaurants oder Cafés. Absolventen profitieren vom großen Netzwerk der Gründer. Die beruflichen Möglichkeiten sind vielfältig, hängen aber stark vom persönlichen Engagement und der beruflichen Vision ab.
Zertifizierung: Die Ausbildung ist derzeit von keiner offiziellen Stelle zertifiziert. Da das Institut neue Wege geht, gibt es nach seiner Ansicht keine adäquate Zertifizierungsstelle, die die Qualität der Inhalte ausreichend bemessen kann. Ergibt sich künftig eine sinnstiftende Zertifizierung, ist das Institut bereit, seine Inhalte prüfen zu lassen. Bis dahin stehen die Institutsleiter mit ihrem Namen und ihrer Qualifikation für die Qualität. Alle Ausbilder sind seit vielen Jahren als selbstständige Unternehmer erfolgreich in ihrem Bereich tätig.
10Wie schwer ist die Abschlussprüfung?
Die Prüfung ist so aufgebaut, dass in der Tiefe geprüft wird, ob die Teilnehmer durch die intensiven Ausbildungswochen, persönlichen Einsatz und Training zur Fachkraft geworden sind. Das Institut nimmt Prüfung und Zertifizierung sehr ernst, denn das Zertifikat steht für höchste Qualität in veganer Küche und Ernährung. Hier werden Profis ausgebildet, die die pflanzliche Küche in verschiedensten Bereichen voranbringen möchten.
11Muss man die Abschlussprüfung absolvieren?
Nein, die Prüfung ist freiwillig. Unser Anliegen ist es aber, alle Teilnehmer auf höchstem Niveau auszubilden, sodass alle die Prüfung bestehen.
12Was ist, wenn man die Prüfung nicht besteht?
Dann wird kein Zertifikat vergeben. Gegen eine Prüfungsgebühr von 500 € zzgl. 19 % MwSt. kann die Prüfung im nächsten Ausbildungszyklus wiederholt werden. Bei Einhaltung der Mindestpräsenzzeiten erhalten Sie eine offizielle Teilnahmebestätigung.
Fehltage
13Was passiert, wenn ich an einer Ausbildungswoche nicht teilnehmen kann?
Die Zertifizierung setzt voraus, dass jeder Teilnehmer pro Modul maximal 1 Tag fehlt. Insgesamt besteht eine Anwesenheitspflicht von mindestens 17 Tagen, um zur Prüfung zugelassen zu werden. Details regeln die AGB unter § 3 (2).
14Kann ich versäumte Tage in einem anderen Ausbildungszyklus nachholen?
Leider nicht. Unsere Ausbildungen sind in der Regel ausgebucht, und jeder nachholende Teilnehmer würde die Gruppe über das Maximum vergrößern. Da wir jedem Teilnehmer eine kleine Klasse mit direkter, intensiver Betreuung garantieren möchten, sind versäumte Inhalte unter Anleitung des jeweiligen Dozenten im Eigenstudium nachzuholen.
15Wie kann ich versäumte Inhalte im Eigenstudium nachholen?
Unter bestimmten Bedingungen (siehe AGB § 3 (2)) können versäumte Inhalte im Eigenstudium nachgeholt werden, um trotzdem zur Prüfung zugelassen zu werden; die maximale Fehlzeit von 1 Tag pro Modul bleibt davon unberührt. Sie erhalten vom jeweiligen Dozenten die Inhalte der versäumten Tage und arbeiten sie eigenständig nach. Welche Inhalte das sind, teilt Ihnen der Dozent mit.
Bewerbung, Kosten & danach
16Wie kann ich mich bewerben?
Ausschließlich über das Online-Formular. Den genauen Ablauf der Bewerbung finden Sie auf der Bewerbungsseite.
17Welche Ausgaben kommen außerdem auf mich zu?
Die Ausbildungsgebühr umfasst die Ausbildung inklusive der Mahlzeiten und Gerichte, die während der Kurse zubereitet werden. Fahrtkosten, Unterkunft und Verpflegung außerhalb der Kurse tragen und organisieren die Teilnehmer selbst.
Hinzu kommt ggf. Küchenausrüstung, um das Erlernte zu Hause zu üben, etwa Kochmesser, Hochleistungsmixer, Dörrautomat, Schmortöpfe oder Küchenmaschine. Für viele Geräte gibt es Alternativlösungen, sodass sich Zusatzkosten minimieren lassen.
18Wo kann ich Details zu möglichen Vertiefungen lesen?
Nach der Ausbildung lassen sich die Kenntnisse in verschiedene Richtungen vertiefen: Ernährung, Raw Cuisine, die neue pflanzliche Küche sowie veganes Backen und Desserts. Die Vertiefungsmodule befinden sich im Aufbau. Individuelle Weiterbildung ist schon jetzt in den Seminaren der Dozenten möglich.
Seit 2019 gibt es das erste Zusatzmodul: das Plant Based Gastronomy Training mit Surdham Göb.